Absalzen
Mit Beginn des Verdampfungsvorgangs reichert sich
Kesselwasser, je nach Dampfentnahme, über einen bestimmten Zeitraum mit
gelösten, nicht dampfflüchtigen Salzen an. Steigt der Salzgehalt über
den vom Kesselhersteller festgelegten Sollwert, bildet sich mit
zunehmender Dichte des Kesselwassers Schaum, der in Überhitzer und
Dampfleitungen mitgerissen wird. Die Folge davon sind Beeinträchtigungen
der Betriebssicherheit und schwere Schäden an Dampferzeuger und
Rohrleitungen. Durch eine kontinuierliche und / oder periodische
Ableitung einer bestimmten Kesselwassermenge (Absalzventil) und ein
entsprechendes Nachspeisen von frisch aufbereitetem Speisewasser kann
die Salzanreicherung in den zulässigen Grenzen gehalten werden. Als Maß
für den Gesamtsalzgehalt wird im Kesselwasser die elektrische
Leitfähigkeit in μS/cm gemessen, wobei in einigen Ländern auch ppm
(parts per million) als Maßeinheit benutzt wird. Umrechnung 1 μS/cm =
0,5 ppm.